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Der Turn- und Sportverein Pohl
Der Turn- und Sportverein Pohl ist der jüngste Pohler Verein. Auf Betreiben von Pohler Jugendlichen, die gerne Tischtennis spielen wollten, und dem damaligen Volksschullehrer der Gemeinde Pohl, Günther Lüthke, trafen sich 25 Pohler Bürger am 4. Februar 1969 zu einer Gründungsversammlung. Der junge Verein musste zur damaligen Zeit vielen kritischen Stimmen entgegen wirken. So war zu hören, dass ein dritter Verein neben der Feuerwehr und dem Traditionsverein „MGV Cäcilia“ viel zu viel sei für einen Ort wie Pohl. Aber trotz solcher Schwierigkeiten, trotz fehlender Übungsräume und fehlender Trainer und ohne jegliche finanzielle Mittel zur Anschaffung von Geräten, nahm die Entwicklung schnell einen positiven Verlauf. Durch eine Werbeaktion mit Rundschreiben und zahlreiche Presseaktivitäten wurden auch Bewohner der Nachbarorte über die jetzt in Pohl angebotenen Sportmöglichkeiten informiert. Dem TuS Pohl war von Anfang an aber auch das Engagement im kulturellen Bereich sehr wichtig. Um die leere Vereinskasse zu füllen, wurde schon am 8. November 1969 der erste Preisskat ausgerichtet, der sich bis in die heutige Zeit zu einer Traditionsveranstaltung entwickelte. Auch andere Traditionsveranstaltungen wurden damals aus der Taufe gehoben:
- Der Martinszug
- der Nikolausabend
- der Seniorennachmittag
- Wandertage
Ein Jahr nach seiner Gründung zählte der junge Verein bereits über 100 Mitglieder, auch bedingt durch das neben Tischtennis inzwischen mit Damengymnastik und Leichtathletik erweiterte sportliche Angebot. Die Vereinsarbeit fand allenthalben Beachtung, nicht nur in den Nachbarorten, sondern auch in der Heimatpresse. Zahlreiche Informationsschreiben an die Vereinsmitglieder und Pohler Bürger wurden herausgegeben; eine Politik, die sich bis zum heutigen Tage bewährt hat. Etwa 900 Rundschreiben sind es inzwischen geworden, wenn man berücksichtigt, dass sich aus dieser Öffentlichkeitsarbeit die seit dreißig Jahren bestehende "Pohler Vereinszeitung" entwickelt hat.
Viele weitere Aktivitäten, wie Film- und Dia-Abende oder Theaterbesuche, beeinflussten seinerzeit das Leben der Dorfgemeinschaft äußerst positiv. Aber auch sportlich wurden erste Erfolge erzielt, als die erste Tischtennis - Mannschaft in die 1. Kreisklasse aufstieg.
Das Jahr 1971 begann mit einem ersten eigenen Familienabend im Gasthaus Köhler, aber auch mit einem der größten und spektakulärsten Erfolge, die der TuS Pohl in seiner Geschichte erzielen konnte.
Im Wettbewerb "Wir suchen den aktivsten Verein", durchgeführt vom Landessportbund, kam der TuS Pohl als einer von 3.000 rheinland-pfälzischen Vereinen in die Endauscheidung. Eine Jury aus Vertretern des Landessportbundes sowie des Sozial- und Kultusministeriums sprach dem TuS Pohl einen Sonderpreis zu und bestätigte ihn damit als aktivsten Sportverein des Jahres im Heimatgebiet. Ein großartiger Erfolg des jungen Vereins, der seine Arbeit und seinen Ruf erstmals auch weit außerhalb der Ortsgrenzen anerkannt sehen konnte.
In den folgenden Jahren führte der Verein seine schwungvolle Arbeit weiter fort mit Fotoausstellungen, Wandertagen, Theaterfahrten, Altpapiersammlungen sowie seinen Tradionsveranstaltungen Preisskat, Seniorennachmittag, Nikolausfeier.
1975 fanden die Tischtennisspieler nach mehrmaligen Umzügen in die Saalbauten von Gastwirtschaften endlich eine Bleibe. Nach Fertigstellung der Schulturnhalle Singhofen eröffneten sich im sportlichen Bereich ganz neue Perspektiven. Eine sinnvolle Nachwuchsarbeit wurde ein Jahr später ins Leben gerufen und die 1. Mannschaft stieg in die Kreisliga auf.
Im Jahr 1977 konnte der Verein mit 21 außerordentlichen Angeboten und Veranstaltungen aufwarten. Die Traditionsveranstaltung "Maiwanderung zur Uhusmühle" wurde erstmals durchgeführt. Die ersten kurzzeitigen Zeltlager wurden ins Leben gerufen, was 1978 zum ersten großen Zeltlager führte. Für 60 Kinder war die einwöchige Freizeit auf den Rheinhöhen bei Kestert ein unvergessliches Erlebnis.
Das Jahr 1980 war erneut eines der erfolgreichsten Jahre in der Vereinsgeschichte. 29 Veranstaltungen wurden durchgeführt, 55 Rundschreiben informierten die Mitglieder, das große Zeltlager in Bremberg fand statt, bei TT-Kreis- und Bezirksmeiststerschaften wurden erste Plätze erzielt, Pohler erhielten erste Ehrungen vom TT-Verband für ihre außerordentlichen Verdienste.
Beim Wettbewerb "Wir suchen die beste Vereinszeitung" belegte der TuS Pohl im Jahre 1980 als einer von 180 Vereinen auf Anhieb einen hervorragenden zweiten Platz. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf rund 170 angewachsen. In den Folgejahren verfestigte sich die gute Zusammenarbeit mit den beiden anderen Pohler Ortsvereinen, was sich in der 1985 manifestierten "Vereinszeitung der Pohler Ortsvereine" widerspiegelt. Auch wird schon seit Jahren der Familienabend gemeinsam mit den anderen Vereinen durchgeführt und regelmäßig finden Sitzungen der Vereinsvertreter statt.
Neben den fest eingefahrenen Veranstaltungen wurden außerdem noch durchgeführt (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):
- Herrenabende
- Film- und Dia-Abende
- Seniorenausflüge
- Familienrallye
- T-Shirt-Aktionen
- Weiberfastnacht
- TT-Vereinsmeisterschaften
- Nachtwanderungen
- Schwimmkurse
- Fahrten
- zum Leichtathletiksportfest nach Koblenz
- zur TT-Weltmeisterschaft nach Dortmund
- zu den Karl-May-Festspielen nach Elspe
- Limes-Wanderung
- heimatgeschichtliche Ausstellungen
- zahlreiche Wanderungen der Gymnastikdamen
- Grillabende
- Sportabzeichen-Abnahmen
- Lauftreffs
1986 schlossen sich die TT-Aktiven des TuS Pohl und des TuS Singhofen zur TTSG Limes zusammen. 1988 erhielt Pohl ein Bürgerhaus, so dass ab 1989 sowohl Familienabend als auch Preisskatabende und TT - Vereinsmeisterschaften im Ort stattfinden konnten. In diesem Jahr schloss sich mit dem FC "Inter" Pohl eine Hobbyfußball-Abteilung dem TuS an.
1994 wurde das 25-jährige Bestehen groß gefeiert. Mittlerweile ist der TuS ein gestandener Verein. Die Mitgliederzahl ist über 200 geklettert und der Verein als e.V. ins Vereinsregister eingetragen.


